
Die
Wurzeln der Ninja reichen weit in die Vergangenheit zurück
und sind seit jeher Bestandteil der japanischen Kultur. Leider
wurde durch die Medien über die Jahre ein völlig falsches
Bild der japanischen Schattenkrieger verbreitet. Es lohnt sich,
das richtige Bild der Ninja und ihrer Kunst des Ninjutsu kennen
zu lernen.
Die Grundlage
des Ninjutsu ist das Prinzip des Friedens.
In alten
Zeiten lebten die Ninja Clans im Einklang mit der Natur, meistens
in den Bergen und achteten darauf, ihr Leben, ihre Familie,
ihren Clan und ihr Dorf zu schützen und vor Schaden zu
bewahren. Sie strebten nach Einheit von Himmel, Erde und Mensch,
passten sich immer wieder den sich verändernden Gegebenheiten
an und entwickelten so die Legenden über ihre mystischen
Fähigkeiten. Ihre Kunst, das Ninjutsu, lässt sich
auf verschiedenste Arten übersetzen. „Nin“
unter anderem mit „Selbst wenn man sich unter einem scharfen
Schwert befindet, soll man immer weiter machen.“ oder
„Ein Schwert wird schützend über das Herz gehalten.“
Die meistgebrauchten Übersetzungen sind jedoch: Geduld,
Ausdauer, Ertragen. „Jutsu“ bedeutet eine Kunst.
Ein anderes Wort für Ninja ist Shinobi.
Takamatsu
Toshitsugu, 33. Großmeister des Togakure ryu Ninpo und
Lehrer von Soke Hatsumi, ist bekannt als der letzte Meister
des Ninjutsu, der sein Können noch zu seinem Schutz in
Kämpfen auf Leben und Tod gebrauchen musste. Es gibt viele
Geschichten um den „Mongolischen Tiger“, der viele
Jahre in China verbrachte und unter anderem als Leibwächter
im chinesischen Kaiserhaus arbeitete. Über 15 Jahre lang
gab er sein Wissen über die Kriegskunst und die Heilkunst
an Dr. Masaaki Hatsumi weiter und bestellte ihn zu seinem Nachfolger
jener neun Kriegskunsttraditionen, die heute im Bujinkan zusammengefasst
sind. Er verließ am 2. April 1972 die physische Welt und
wird seitdem als Bujin (göttlicher Krieger) verehrt. Eine
Art der Verehrung, die im japanischen Shinto-Glauben wurzelt.
Ihm zu Ehren fasste Hatsumi Sensei die neun Traditionen zum
Bujinkan zusammen. Die zahlreichen Geschichten, die sich mit
ihm befassen, sind einen besonderen Blick wert. Neben einem
Dojo, in welchem er die Kriegskunst unterrichtete, betrieb er
eine Zeit lang auch eine naturmedizinische Praxis.